RATGEBER
Immobilie verkaufen: Welche Wege gibt es?
Welche Wege es gibt, eine Immobilie zu verkaufen, und welcher am besten zu Ihnen passt, behandeln wir in diesem Ratgeber.
Von Pascal Gomes · Stand: 1. November 2026 · ca. 7 Minuten Lesezeit
Wer seine Immobilie verkaufen möchte, kennt meist zwei Möglichkeiten: selbst, also privat, zu verkaufen oder einen Immobilienmakler zu beauftragen. Beides ist verbreitet, und beides hat gute Gründe. Hier lesen Sie, welche Vor- und Nachteile sich ergeben und wie die Wege funktionieren, was sie kosten und woran Sie erkennen, welcher zu Ihnen passt. Den zwei etablierten Wegen stellen wir unseren Echtwert-Ansatz entgegen, wodurch Sie uns in den Vergleich einbeziehen können.
Die zwei Wege, die jeder kennt
Weg 1: Privat verkaufen, ohne Makler und ohne Provision
Beim Privatverkauf übernehmen Sie alle Aufgaben selbst. Sie schätzen den Wert ein, erstellen das Exposé, inserieren in den Medien Ihrer Wahl, beantworten Anfragen, führen Besichtigungen, prüfen Interessenten, verhandeln und bereiten den Notartermin vor.
Den gesamten Prozess haben Sie damit selbst in der Hand.
Eine Provision fällt dabei nicht an. Kosten entstehen vor allem für die Vermarktung: Fotos, Exposé, Unterlagen und Gebühren für Inserate.
Den Aufwand sollten Sie trotzdem nicht unterschätzen. Vieles lässt sich gut lernen, und es hilft, wenn Sie mitbringen:
- etwas Erfahrung mit Immobilien und Verkaufsprozessen
- Kommunikationsstärke und Verhandlungsgeschick
- Geduld und Freude daran, die Sache selbst in die Hand zu nehmen
Weg 2: Mit einem klassischen Immobilienmakler
Ein Immobilienmakler übernimmt die zuvor beschriebenen Aufgaben. Nach meiner Erfahrung sind Eigentümer trotzdem häufig eingebunden, etwa bei Besichtigungen oder bei detaillierten Fragen von Interessenten. Das ist ganz normal, denn Sie kennen Ihre Immobilie meist am besten.
Dazu schließen Sie einen Maklervertrag, häufig als Alleinauftrag mit einer Laufzeit von mehreren Monaten. Vergütet wird der Makler über eine Provision, die erst mit dem Kaufvertrag (Notartermin) fällig wird.
In Baden-Württemberg sind 3,57 % Provision (inklusive Mehrwertsteuer) üblich. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € sind das 17.850 €. Häufig ist der Makler für beide Seiten tätig. So schließt er auch mit den Kaufinteressenten einen Maklervertrag. Bei erfolgreicher Vermittlung zahlen dann Verkäufer und Käufer jeweils 3,57 %, im erwähnten Beispiel zusammen 35.700 €. Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern ist dabei gesetzlich geregelt, dass die Provision für beide Seiten nur in gleicher Höhe vereinbart werden darf.
Die zwei Wege im Überblick
| Privat | Klassischer Immobilienmakler | |
|---|---|---|
| Wer arbeitet | Sie allein | der Makler, mit Ihrer Unterstützung |
| Kosten für Sie | keine Provision, Kosten für die Vermarktung | Provision (in BW üblich 3,57 %) |
| Kosten für Käufer | keine Provision | häufig Provision in gleicher Höhe (in BW üblich 3,57 %) |
| Vertragsbindung | keine | oft mehrere Monate |
| Ihr Zeitaufwand | hoch | gering |
Einige Vor- und Nachteile im Vergleich
Privat verkaufen: Vorteile
- Sie zahlen keine Provision, es fallen nur Vermarktungskosten an.
- Auch Ihre Interessenten zahlen keine Provision. Das macht Ihr Angebot für sie budgetfreundlicher und attraktiver.
- Sie haben den Überblick und alles selbst in der Hand.
- Sie vertreten nur sich selbst und verhandeln für Ihr eigenes Ergebnis.
Privat verkaufen: Nachteile
- Der Aufwand ist hoch, und Sie brauchen Geduld und Durchhaltevermögen.
- Ohne Erfahrung oder Unterstützung bestehen rechtliche Risiken.
- Sie sind die einzige Verhandlungsinstanz. Mit Erfahrung funktioniert das gut, ohne sie birgt es Risiken.
- Auch beim Privatverkauf empfehlen wir hochwertige Fotos und ein ansprechendes Exposé. Das kostet Zeit und Geld.
Mit Immobilienmakler: Vorteile
- Im besten Fall nimmt Ihnen ein erfahrener Fachmann die Aufgaben ab.
- Auf Vollmacht werden die notwendigen Unterlagen für Sie eingeholt.
- Sie greifen auf fremde Erfahrung zurück, damit der Verkauf ordnungsgemäß abläuft.
- Die Interessenten werden fachkundig vorqualifiziert.
Mit Immobilienmakler: Nachteile
- Sie zahlen eine Provision. Sie ist ein Prozentsatz vom Kaufpreis, der Aufwand des Maklers bleibt gleich, egal ob die Immobilie 200.000 € oder 700.000 € kostet.
- Auch Ihre Käufer zahlen im klassischen Modell Provision. Diese Nebenkosten müssen Interessenten meist aus ihrem Eigenkapital aufbringen.
- Ist der Makler für beide Seiten tätig, nimmt er eine neutrale Vermittlerrolle ein und vertritt nicht ausschließlich Ihre Interessen.
- Die Vertragslaufzeit beträgt oft mehrere Monate.
- Viele Maklerverträge sehen vor, dass die Provision auch nach Vertragsende anfällt, wenn der Verkauf an einen vom Makler nachgewiesenen Interessenten zustande kommt.
Diese Aufstellung ist nicht vollständig und soll zur Orientierung dienen. Ich bin sicher, dass Sie mit dem einen oder anderen Weg selbst schon Erfahrungen gemacht haben und weitere Punkte gedanklich ergänzen können.
Ein dritter Weg war überfällig
Meinen ersten Verkauf habe ich privat durchgeführt, mit allem, was dazugehört. So begann vor vielen Jahren mein Weg in die Immobilienbranche. Bei meinen Verkäufen und Käufen ist mir immer wieder aufgefallen, wie weit Interessen und Aufwand der beiden etablierten Wege auseinanderliegen. Die Übersicht oben zeigt das gut: auf der einen Seite viel Arbeit für Sie, auf der anderen eine Provision, die beide Seiten trifft.
Wie lässt sich diese Lücke schließen? Aus dieser Frage ist die Idee zu Echtwert Immobilien gewachsen.
Mit Echtwert gibt es einen dritten Weg: die Verkaufsbegleitung zum Festpreis. Wir übernehmen die Arbeit und arbeiten ausschließlich für die Verkäuferseite. Unsere Leistung wird mit einem vorab vereinbarten Festpreis vergütet, nicht mit einem Prozentsatz. Ihre Käufer zahlen keine Provision. Für sie ist das attraktiv, denn sie haben meist ein festes Budget: Was nicht in die Provision fließt, bleibt als Spielraum für den Kaufpreis. Wie das im Einzelnen abläuft, sehen Sie unter Der Ablauf.
Welcher der drei Wege passt zu wem?
Privat verkaufen
Das passt, wenn Sie Ihre Immobilie gut kennen, gern organisieren und kommunizieren, Geduld und Verhandlungsgeschick mitbringen und bereit sind, die nötige Zeit aufzuwenden. Zeit und Lernbereitschaft brauchen Sie in jedem Fall.
Mit klassischem Immobilienmakler
Das passt, wenn Sie die Arbeit abgeben möchten und die Provision auf beiden Seiten für Sie in Ordnung ist.
Mit Festpreis-Begleitung
Das passt, wenn Sie die Arbeit abgeben möchten, Ihre Kosten vorher kennen wollen und Ihren Käufern keine Provision zumuten möchten.
Welcher Weg am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Zeit, Ihrer Erfahrung und Ihrer Situation ab. Wer gern organisiert, gut kommuniziert, verhandeln kann und die nötige Geduld mitbringt, für den ist der Privatverkauf eine Möglichkeit, die er ernsthaft in Betracht ziehen sollte.
Möchten Sie aus Zeitgründen oder anderen Gründen Unterstützung, erhalten Sie sowohl bei Echtwert als auch mit einem klassischen Immobilienmakler den vollen Service. Den Unterschied können Sie und Ihre Interessenten ausrechnen:
Beispiel: Wohnung, Kaufpreis 500.000 €
Klassische Provision: 17.850 € für Sie, 17.850 € für Ihre Käufer
Echtwert: 8.000 € Festpreis, 0 € für Ihre Käufer
Alle genannten Preise sind Endpreise.
Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir Ihren Fall durch.
Ca. 20 Minuten · telefonisch · unverbindlich
Dieser Ratgeber gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.